Abschlusstagung Blending4Futures an der Leopold-Ullstein-Schule

(mf) Abschlusstagung „Blending4Futures" an der Leopold-Ullstein-Schule

Drei Jahre Unterrichtsentwicklung – ein gelungener Schlusspunkt

 Am 30. Juni 2026 war die Leopold-Ullstein-Schule (OSZ Wirtschaft) Gastgeberin der Abschlusstagung des Berliner Schulversuchs „Blending4Futures – Hybrides Lehren und Lernen in der schulischen beruflichen Bildung". Viele Lehrkräfte, Schulleitungen und Bildungsakteurinnen und -akteure aus ganz Berlin folgten der Einladung in die Prinzregentenstraße 32, um nach drei Schuljahren intensiver Entwicklungsarbeit gemeinsam Bilanz zu ziehen.

 Ein Projekt mit Signalwirkung für die berufliche Bildung

 Seit dem Frühjahr 2023 haben neun Oberstufenzentren – darunter auch unsere Schule – im Rahmen des Schulversuchs unterschiedliche Blended-Learning-Formate entwickelt und erprobt. Im Mittelpunkt standen Fragen der Lernortkooperation, innovativer Formen der Leistungsüberprüfung, digitaler Inklusion und Nachhaltigkeit. Wissenschaftlich begleitet wurde das Vorhaben von der Humboldt-Universität zu Berlin, während das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) für die formativ-summative Evaluation und die Ableitung von Handlungsempfehlungen verantwortlich zeichnete.

 Der Name „Blending4Futures" bringt dabei das Anliegen auf den Punkt: Gesucht wurde das passende Mischungsverhältnis aus Präsenz-, Distanz-, Online- und Offline-Lernen für die vier großen Schularten der beruflichen Bildung – Berufsschule/Berufsfachschule, Berufsoberschule/Fachoberschule, Berufliches Gymnasium und Fachschule. Ziel war es nie, Präsenzunterricht zu ersetzen, sondern ihn dort sinnvoll zu ergänzen, wo digitale Formate echten Mehrwert schaffen – etwa beim Aufbau sozialer Kompetenzen bleibt der persönliche Austausch unverzichtbar.

 Programm und Höhepunkte der Tagung

 Die Veranstaltung war als abschließende Fortbildung für Lehrkräfte aus dem gesamten Bundesgebiet sowie zum Erfahrungsaustausch angelegt. Im Zentrum des Nachmittags standen Thementische, an denen die beteiligten Schulen ihre Good-Practice-Beispiele aus drei Jahren Erprobung vorstellten und mit den Gästen diskutierten. Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion mit den Moderatorinnen und Moderatoren der Thementische unter der Leitfrage: Was nehmen wir mit an Erkenntnissen, Aufträgen und Widmungen?

 Für die Leopold-Ullstein-Schule war es eine besondere Freude, nicht nur als eine der neun Pilotschulen an der Entwicklungsarbeit beteiligt gewesen zu sein, sondern den feierlichen Schlusspunkt des Schulversuchs auch räumlich bei uns auszurichten.

 Was bleibt

Der Schulversuch folgte von Beginn an einem entwurfspraktischen, „design-based-research"-orientierten Ansatz: Statt fertige Konzepte top-down umzusetzen, wurden Ideen in kleinen, schnellen Zyklen erprobt und das Feedback von Lernenden und weiteren Beteiligten direkt in die Weiterentwicklung eingebunden. Die Abschlusstagung bot nun die Gelegenheit, diese über drei Jahre gewachsenen Erfahrungen einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und gemeinsam mit institutionellen und strategischen Partnerinnen und Partnern zu diskutieren, wie sich die entstandenen Good-Practice-Beispiele nachhaltig verstetigen und auf andere Schulen übertragen lassen.

 Wir bedanken uns bei allen Gästen, den beteiligten Schulen, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung für die inspirierenden Gespräche und den fachlichen Austausch – und blicken mit Freude auf drei Jahre gemeinsamer Unterrichtsentwicklung zurück, deren Ergebnisse nun in die Zukunft der beruflichen Bildung in Berlin einfließen können.